Allgemeines
Typisch Ibiza
Die Orte
Playas & Calas
Flora & Fauna
Ausflüge
Ibizas Geschichte
Feste & Feiertage
Museen
Sehenswert
Autovermietung
Boot-Charter
Fähren
Gesundheit
Hotels
Immobilien
Restaurants
Sport & Freizeit
Touristik-Infos
Dienstleistungen
Sprachschulen
Zeitschriften
Disco-Guide
Andere Parties
Bars
Tipps
Musik
Reiseführer
Aktivurlaub auf Ibiza
Belletristik
Kartenmaterial
Spanisch lernen
Bildbände
Kochbücher
Hörbücher
DVD & Video
Taschen & Accessoires
Forum
Bildergalerie
Wallpapers
Links
Ibizas Geschichte
Rat und Tat zu allen Fragen
rund um Deinen Ibiza-Urlaub
und alles was mit der Insel zu
tun hat, findest Du im Forum!
 

Kultur: Ibizas Geschichte

ca. 2000 v.Chr.
Die ersten Hinweise auf menschliche Besiedlung der Pityusen stammen in etwa aus dieser Zeit. Auf Formentera sind dies die Megalithgräber von Ca na Costa, und auf Ibiza stammen vermutlich die Höhlenmalereien der Cova de Ses Fontanelles aus dieser Epoche. Leider sind die nicht mehr zu besichtigen.

ca. 700 v.Chr.
Die Karthager entdecken die Pityusen als wichtigen Stützpunkt für ihre Fahrten durchs Mittelmeer. Außerdem entdecken sie wirtschaftlich sehr wertvolle Salzvorkommen in den heutigen Salinas, und im Norden nahe dem heutigen Sant Carles findet sich Blei. Sie gründen die Kolonie Ebysos und errichten eine erste Siedlung in der Bucht von Sa Caleta.

654 v.Chr.
Die Salz- und Bleigewinnung blüht und die karthagischen Siedler errichten die Stadt Ibosim. Die Insel wird zu einem heiligen Ort, an dem besonders die Göttin Tanit und der Gott Bes verehrt werden. Die Festland-Karthager bringen ihre Toten zur letzten Ruhe auf die Insel. Die Nekropole (Totenstätte) am Puig des Molins, direkt hinter der heutigen Altstadt, entsteht.

200 v.Chr.
Hannibal, der übrigens angeblich auf der Insel Sa Conillera (Conejera) vor der Bucht von Sant Antoni geboren wurde, verliert mit den karthagischen Truppen den zweiten Punischen Krieg (218-201) und kann auch die Herrschaft über die Pityusen nicht mehr halten. Die allmähliche Romanisierung von Ibiza und Formentera beginnt.

123 v.Chr.
Die Römer erobern die Balearen und machen sie zu einer weiteren Kolonie des römischen Reiches.

70 v.Chr.
Kaiser Vespasian treibt die Wirtschaft der Insel voran. Die Blei- und Salzgewinnung wird ausgebaut und die Insel erhält ihr eigenes Münzrecht. Weitere Städte werden errichtet. Portus Salarius, der heutige Hafenort La Savina auf Formentera und Portus Magnus auf Ibiza, das heute als Sant Antoni in jedem Reiseführer steht, werden gegründet.

380
Das Christentum zieht in Rom ein und wird zur Staatsreligion, die auch vor Ibosim nicht halt macht.

426
Ein recht agressives Völkchen aus dem kalten Norden, die Vandalen, entdeckt die Pityusen und macht sich dort ziemlich rücksichtslos breit.

476
Das römische Imperium zerfällt in zwei Hälften: das west- und das oströmische Reich.

535
Ibosim und Frumentaria, wie Formentera genannt wird, werden durch die Eroberung von Belisar dem oströmischen Reich zugeordnet. Die Einwohner der Insel werden zu byzanthinischen Staatsbürgern.

711
Nachdem die Mauren die Eroberung der iberischen Halbinsel mit Erfolg hinter sich gebracht haben, fällt ihr Blick nun auch auf die Inseln im Mittelmeer. Wiedereinmal muß die pityusische Bevölkerung Angriffe und letztendlich eine weitere Eroberung über sich ergehen lassen.

800
Islamischer und christlicher Glauben existieren friedlich nebeneinander, und die Mauren bringen ihre große Erfahrung in der Landwirtschaft nach Ibiza. Eine relativ ruhige Zeit beginnt für die Inselbewohner, die allerdings dann jäh unterbrochen wird...

859
Wieder ist es ein Volk aus dem Norden, die Normannen, das Verwüstung über die Insel bringt.
Die maurische Herrschaft bleibt jedoch bestehen.

902
Die Insel wird der Herrschaft des Kalifen Abdalá von Cordoba unterstellt. Die Landwirtschaft gedeiht weiter und den Ibicenkos geht es eigentlich ziemlich gut.

1009
Denia auf dem Festland und die Balearen werden unabhängiges Königreich. Neben der Landwirtschaft, dem Salz und der Bleiförderung entwickelt sich ein weiterer sehr einträglicher Wirtschaftszweig auf den Balearen: Die Seeräuberei.

1114
Den Pisanern und den Katalanen nehmen die räuberischen Aktivitäten der Balearos überhand und sie beschließen, etwas dagegen zu unternehmen. Madina Mayurqa, das heutige Palma de Mallorca wird völlig zerstört und die Pisaner erringen die Kontrolle über diese Region des Mittelmeeres.

1116
Die islamischen Stämme der Almoraviden und die Almohaden schaffen es jedoch bald, die Inseln in ihre Hand zu bekommen und übernehmen die Aufsicht. Der christliche Glauben wird verfolgt.

1235
Nachdem die Spanier das Festland von den Mauren zurückerobert haben, greifen sie nun auch die Balearen an. Unter dem Befehl von König Jaume I. von Katalonien, "El Conquistador" erobern Erzbischhof Guillermo de Montgri, Prinz Don Pedro von Portugal und Don Nuno Sans die Insel. Die Festung der Hauptstadt wird belagert. Letztendlich kann sie der Überlieferung nach nur eingenommen werden, weil der herrschende Sultan Yebusah seinem Bruder die Geliebte ausgespannt hat. Dieser zeigt daraufhin den Conquistadores einen geheimen Zugang zur Feste, wodurch nach einem blutigen Kampf die maurische Herrschaft auf Ibiza für immer beendet wird. Die Eroberer teilen die Insel in vier Bezirke auf, schaffen die arabische Sprache und den islamischen Glauben ab und führen Katalan als Landessprache ein.

1276
Jaume II., der Neffe des ersten Jaume gründet das Königreich Mallorca, das die gesamten Balearen umfaßt. Er gründet die Universidad, die nichts mit einer Lehreinrichtung zu tun hat, sondern vielmehr die erste richtge Behörde der Pityusen wird. Jaume II. wird - wie konnte es anders kommen - von Jaume III. abgelöst.

1349
Die Epoche der Jaumes ist vorbei. Jaume III. wurde von Pedro IV. von Aragon getötet und das Land wird von ebendiesem ausgebeutet.

1469
Durch eine Heirat werden Aragon und Kastillien zu einem vereinten spanischen Königreich, zu dem jetzt auch die Balearen gehören.

1492
Während Kolumbus feststellt, das ihm der Weg nach Indien durch Amerika blockiert wird (den Panamakanal gab es ja noch nicht), vertreiben die Spanier die Mauren aus ihrer lezten Stellung auf dem iberischen Festland - Granada fällt.

ab ca. 1500
Die Pityusen werden wieder von Piraten besucht. Diesmal sind die Ibizenker allerdings die Opfer. Formentera wird aufgrund der ständigen Angriffe verlassen, die Stadtmauer von Ibiza wird erheblich verstärkt und die für Ibiza typischen Wehrkirchen und Wachtürme werden gebaut. Trotzdem nimmt der Terror kein Ende. Eine Bürgerwehr muß her! Die ibizenkischen Korsaren gehen zum Gegenangriff über und berauben nun die Räuber, was sie natürlich zu Nationalhelden macht. Trotzdem wandert ein großer Teil der Bevölkerung ab und die restlichen auf der Insel lebenden Mauren werden sogar noch vertrieben. Die Insel steuert auf den wirtschaftlichen Ruin zu.

1701
Im spanischen Erbfolgekrieg haben die Ibicencos den Habsburger Karl II. unterstützt, der unglücklicherweise verliert. Der Gewinner, Phillip V. von Kastilien, beschlagnahmt die Salinas und verbietet die Landessprache Katalan. Kastillisch, das heutige "Hochspanisch" wird Amtssprache und die Bevölkerung verarmt so sehr, das ihr nichts anderes übrigbleibt, als wieder zu Piraten zu werden, ganz davon abgesehen, das sie auch immer noch von anderen Piraten malträtiert werden.

1806
Den absoluten Höhepunkt des ibizenkischen Korsarentums bildet der Pirat Antonio Riquer Arabi, der über hundert Schiffe gekapert hatte. 1806 versenkt er das britische Schlachtschiff "Felicity" und wird dadurch zu einem Helden, der auch heute noch auf Ibiza verehrt wird.

1827
Engländer und Franzosen erobern Algerien, schlagen die türkische Flotte und beenden die Piraterie im Mittelmeer (Wenn man davon absieht, das sich einige ibizenkische Fischer auch heute noch als Korsaren sehen und anstatt Schiffe zu kapern lieber irgendwelche Güter in ihren Booten am Zoll vorbeischmuggeln.).

1858
Der Postdampfer zwischen Palma und Ibiza nimmt seinen Verkehr auf. Zwar kommt er nur einmal wöchentlich, jedoch ist es die erste regelmäßige Verbindung zur Außenwelt und damit im weitesten Sinne auch die Grundlage für den Tourismus.

1867
...und der erste Tourist läßt auch nicht lange auf sich warten: Ludwig Salvator von Toskana besucht die Insel und schreibt den ersten "Reiseführer" über die Balearen.

1920
England entdeckt Ibiza als Reiseziel - der Tourismus beginnt.

1923
General Primo de Rivera führt Ibiza in eine Militärdiktatur.

30er Jahre
Erst wird eine neue Republik ausgerufen, dann kommt jedoch Franco an die Macht und löst den spanischen Bürgerkrieg aus. Die Pitysen stehen unter der Kontrolle der Nationalisten und auf Formentera wird sogar ein Lager für Kriegsgefangene errichtet.

ab 1950
Ibiza wird endgültig vom Tourismus entdeckt und beginnt, Besucher aus aller Welt anzulocken.

1960
Die wohl bisher friedlichste Eroberung der Inseln beginnt: Die Hippies haben das Paradies gefunden, von dem sie alle träumen.

1975
Franco stirbt, Juan Carlos I. wird König von Spanien und das Volk verabschiedet eine neue demokratische Verfassung.

1983
Die Balearen erhalten ihre Autonomie zurück, und fangen umgehend an, Katalan wieder als Amtssprache einzuführen, Ortsnamen umzubenennen und Strassenschilder mit den neuen, alten Namen zu überpinseln, was bei einigen Touristen noch heute zu Verwirrungen führt.

1999
Die Linken gewinnen erstmals auf Ibiza die Wahlen und bilden mit den Grünen eine Koalition, den Pacto Progressista, der den dringenden Bedarf an Naturschutz und Erhalt der Kultur etwas ernster nimmt, als seine Vorgänger. Seitdem steigen die Preise von noch bebaubaren Grundstücken in Dimensionen, die so manchen Traum vom Auswandern nach Ibiza platzen lassen. Aber wer würde schon noch nach Ibiza auswandern wollen, wenn die Insel irgendwann eine einzige Bauruine wäre?

zurück zum Seitenanfang



Sehenswürdigkeiten der Insel...
 
Suchen:
Benutzerdef. Suche
Ibiza Newsletter:
Updates dieser Website und aktuelle Ereignisse auf Ibiza per email!
Deine E-mail:
anmelden
abmelden

Ibizawetter: